BORDENAU

Geschichte und Freizeit

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Haus Bäckergasse, erbaut 1707

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Wie lebte und arbeitete man Anfang des Jahrhunderts in Bordenau?

Im Nebengebäude des ehemaligen Hofes Deeke (Steinweg 8) kann man dieser Frage nachgehen. Hier werden nicht nur ein altes Wohnzimmer und eine Küche mit Kohlenherd ausgestellt, sondern auch ein Webstuhl und vielerlei Geräte, die man zur Arbeit auf dem Hof, dem Feld und beim Torfstechen brauchte. Besichtigung nach Voranmeldung unter Tel.05032-3571

Ortsplan600_100.jpg (6669 Byte) Demnächst: Für einen größeren Ortsplan Bild anklicken

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Herausgeber / ã : Stiftung Bordenau 1999

Fotos: Marcus Messner, Werner Schmidt

 

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Baden an historischem Ort

Am 20.August 889 wird Bordenau zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Der fränkische König Arnulf machte Halt im curtis portanaha, einem befestigten Bauernhof, der von schilfigem Wasser umgeben war.

Reste des Schilfgürtels kann man noch neben der Badewiese erkennen. Hier floß die Leine früher um den Fuchsberg, und vermutlich führte der Weg zur Lüningsburg durch eine Furt.

Aus einer Kiesgrube entstand ein kleines Naherholungsgebiet. Der Badeteich ist im Besitz des Angelsportvereins, der die eine Seite für seinen Sport nutzt, die andere Seite ist ein beliebter Badeteich.

Das angrenzende Wohngebiet heißt Im Ahnser Feld und steht an der Stelle des vor 600 Jahren untergegangen Dorfes Adenhusen.

Südlich von Bordenau, in Richtung Schloß Ricklingen, erstreckt sich der Rethmer Berg, ein schönes Waldgebiet mit Blick auf die Leine. Auch hier war eine Siedlung: Rettene. An der Ziegelei hat man 2000 Jahre alte Steinbeile gefunden und im Wald sind Hügelgräber aus der Bronzezeit.

 

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Die Kirche im Dorf: St.Thomas

In der Leinemarsch hinter der heutigen Pfarrwiese gab es im 12. und 13. Jahrhundert eine Wasserburg.

Sie erhält um 1200 eine Marienkapelle. Das genaue Datum der Gründung ist nicht bekannt, da die vielen Urkunden ganz verschiedene Daten angeben. Aber Urkundenfälschung war im Mittelalter weit verbreitet.

Seit 1376 ist St. Thomas eine Patronatskirche: Zunächst unter dem Patronat der Familie von Campen (Bild in der Kirche) und heute unter dem des Freiherrn Langwerth von Simmern. Die Kirche besitzt auch eine Gruft, in der noch heute die Patronatsherren beigesetzt werden.

Das heutige Kirchengebäude wurde 1717 erbaut. Über dem Westportal ist ein Wappen des Stifters Christian Wilhelm von Kampen und seiner Frau angebracht. An der äußeren Ostwand des Chores befindet sich ein Wappen mit dem Text: Anno 1648/ Christof Friderich. V. Campen und Anna catahrina.v. munchhausen.

Die Kirche ist jeden Sonntag ganztägig geöffnet.

 

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Neues Zentrum am Dorfteich

Der Dorfteich ist ein letzter Rest einer verlandeten Leineschleife. Noch im 18.Jahrhundert gab es hier Amtsfischteiche. Doch deren Wasserregulierung war schwierig: Die Hochwasser zerstörten immer wieder die Wehre. In unserem Jahrhundert wurden die letzten feuchten Wiesen aufgefüllt und zu Schrebergärten und Dorfwiese umgewandelt.

Die Dorfwiese wird vielfältig genutzt: als Trainingsplatz von den Fußballern, als Bolzplatz, als Festwiese und neuerdings gibt es dort auch einen öffentlichen Bouleplatz.

Neben dem Dorfteich liegen der Kindergarten, ein Spielplatz mit Möglichkeiten zum Inline-Skaten, die Grundschule, die Werkstatt Bordenau, das Schützenhaus, der Sportplatz mit dem Sporthaus und das Dorfgemeinschaftshaus.

Hier ist immer etwas los, nicht nur, wenn die Bordenauer eines ihrer vielen Feste feiern.

Am Eingang zu diesem Zentrum befindet sich die Dorftafel mit dem Lageplan und mit Daten zur Bordenauer Geschichte.

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Scharnhorsts Geburtshaus

Der preußische Heeresreformer General Gerhard von Scharnhorst wurde am 12. November 1755 auf dem adeligen Gut seines Großvaters geboren. Seine Eltern waren der Quartiermeister Ernst Wilhelm Scharnhorst und Wilhelmine geb. Tegtmeier, die jüngste Tochter des Rittergutsbesitzers.

Scharnhorst erhielt seine militärische Ausbildung in der Akademie auf dem Wilhelmstein im Steinhuder Meer. Ab 1801 war Scharnhorst in preußischen Diensten. Er wurde dort Chef des Generalstabes und Direktor des allgemeinen Kriegsdepartements. Während der napoleonischen Besatzungszeit entwickelte er eine Vorstufe der allgemeinen Wehrpflicht.

Im Gutshaus sind mehrere Erinnerungsstücke an Scharnhorst zu besichtigen. Vor dem Haus steht eine Sonnenuhr, die von ihm für seine Kinder entworfen wurde. Das ursprüngliche Haus stammt aus dem 17.Jahrhundert und wurde nach eigenen Entwürfen Scharnhorsts umgebaut und erweitert.

In den denkmalgeschützten Stallungen befindet sich heute eine Gaststätte. Der Gutshof selbst betreibt einen Reitstall.

Der Prospekt ist kostenlos erhältlich in den meisten Bordenauer Geschäften und bei der Stiftung Bordenau, Frau Gerda Besier-Reus, Tel./Fax 05032-62611

 
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